Chilchäträff Glärnischbligg

 

 

 

Zbindenklänge und poetische Kurzweil

 

für

 

lebenserfahrene Ohren

 

Ein Bericht von Peter Meier

Musikalische Kurzweil samt amüsanten Texten

 

Der Vorstand des glarnerischen Seniorenverbandes lädt die rund dreihundert Mitglieder regel-mässig zu Veranstaltungen aller Art ein. Das können gemeinsame Ferientage, Tagesausflüge, kurze Wanderungen, Besichtigungen, Vorträge oder musikalische Kurzweil sein. Stets wird frühzeitig und ausführlich genug aufmerksam gemacht.

 

Diesmal waren es das kunstvolle Klavierspiel von Vilma und Daniel Zbinden und die kurzwei-ligen kurzen Texte, die im Chilchätreff Ennenda unter dem Titel „Zbindenklänge und poetische Kurzweil für lebenserfahrene Ohren“  angeboten waren und bei den beinahe siebzig Anwesenden auf viel Beifall stiessen. Kaspar Zimmermann aus Schwändi, Präsident des bemerkenswert kre-ativ tätigen Vorstandes, begrüsste. Und schon war es Zeit, sich mit gar munteren Weisheiten von Kindergartenpflichtigen zu befassen. Sie entstammten dem von Brigitta Baumgartner einst ge-schriebenen „Hüt isch morä“ Man erfuhr so liebenswert Logisches wie: „Was git 1 + 1? - Das git zwei Eis und äs Chrüüzli drzwüschet“ oder dass die Knochen der Strasse dann zum Vorschein kämen, wenn man den Teerbelag entferne. Zwischen den Texten spielten Vilma und Daniel Zbin-den mitreissend perfekt, abwechslungsreich, riesig gefühlvoll und mit einer Hingabe, die Anlass zu verdient starkem Beifall gab. Daniel Zbinden verknüpfte Textinhalte mit der jeweiligen Ansage zur musikalischen Vielfalt. Das waren Sätze aus einer Sonate von Mozart, eine Polonaise von Schubert, der rassig – schmissige und enorm kurzweilige Glarner Schützenfest – Marsch von Eugen Dieffenbacher, zwei Ungarische Tänze von Brahms und der Blumenwalzer aus Tschai-kowskis Nussknackersuite samt Zugabe mit einem Ausflug in Volkstümliches und der Aufforde-rung zum Mitsingen. Es war eine in jeder Beziehung stimmungsvolle Veranstaltung.

 

Man verweilte bei Texten von Ruedi Hertach, die vom nachlassenden Namensgedächtnis und den Tücken bei einem Apero handelten. Kurzweil, Besinnliches und Situationskomik entstammten

Gedichten und Geschichten von Franz Hohler, Ueli dem Schreiber, Hanspeter Müller – Drossaart und Pedro Lenz. Sie hatten unter anderem mit dem Aelterwerden, den spitzen Ohren eines Luchsweibchens, liegengelassenen Wildlederhandschuhen, Jahreszeiten, einer herzigen Igel-züglete und bernischen Eigenheiten zu tun. Dass beispielsweise ein Pesterreger im elend langsam fliessenden bernischen Blut den Verleider bekam und die Wirkungsstätte verliess oder ein Schafbock nach ungestümem Zusammenprall mit einem bernischen Schädel  das Leben verlor wurde den aufmerksam Hinhörenden nachhaltig klar.

 

Kaspar Zimmermann dankte den so kunstvoll interpretierenden Vilma und Daniel Zbinden

und dem Schreibenden für die Auswahl und das Lesen der kurzweiligen Texte. Auf das Theater im November, dies in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute,  die Veranstaltung zum Jahres-schluss sowie die neue Homepage  www.glarner-seniorenverband.com  wurde hingewiesen.   

         Ein Chilchäträff für Herz und Seele! Aufmerksames Publikum von nah und fern!

             (Text und Fotos: Peter Meier)

 

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