Wanderung am Pfäffikersee

Bildeindrücke von Elsbeth Bäbler, Peter Meyer und Peter E. Züger

Begleittext von Peter E. Züger

 

Wir nehmen gerne weitere Fotos, welche während der Wanderung entstanden sind, in die Bildergalerie auf. Einfach an den Betreuer der Homepage senden. Herzlichen Dank zum voraus!   

 

Vor einem Jahr führte die traditionelle Frühlingswanderung die Glarner Seniorinnen und Senioren bei strahlend blauem Himmel und viel Sonnenschein ins Säuliamt und an den Türlersee. Dieses Jahr schaute der eine oder andere Teilnehmer beim Einstieg in den Bus besorgt zum wolkenverhangenen grauen Himmel, versprachen doch dieser wie auch die Wetterprognosen anhaltenden Niederschlag. Auf der Fahrt machten sich jedenfalls Regentropfen fürs erste noch recht hartnäckig bemerkbar. Im Zürcher Oberland, welches ähnlich wie das heimische Glarnerland schon früh industrialisiert wurde, grüssten alte und neue Fabrikbauten. Nach der Durchfahrt von Wetzikon erreichte man Aathal mit der ehemali-gen Spinnerei Streiff, wo der Car zu einer Spitzkehre gezwungen war, wenige Augenblicke später ent-liess dieser die Senioren im geschützten Dorfkern von Seegräben. Von da an brauchte man den mitge-brachten Schirm nicht mehr aufzuspannen, Petrus hatte offenbar ein Einsehen.

 

Die einen machten sich auf zur Wanderung hinunter an den See, die andern verblieben im Dorf und schauten sich auf dem mit seinem Apfellabyrinth, seinem Hofladen und seinen grossen Kürbissen zur Herbstzeit weitherum bekannten Juckerhof um.

 

Der Pfäffikersee entstand vor rund 15'000 Jahren beim Gletscherrückzug am Ende der letzten Eiszeit, an seinem Ufer siedelten bereits die Pfahlbauer und die Römer, wie Funde belegen. Der See und seine Umgebung stehen unter Naturschutz, auf die Einhaltung der gängigen Regeln schauen die anstossenden Gemeinden zusammen mit Fischern, Förstern und Landwirten. Freiwillige helfen zudem mit bei den periodisch anfallenden Unterhaltsarbeiten.

 

Zu bewundern gab es seeseitig den Schilf- und Röhrichtgürtel, in welchem selten gewordene Vogelarten brüten oder zumindest auf dem Durchzug Station machen. Landeinwärts schliessen sich Riedwiesen, Flach- und Hochmoorabschnitte an, in welchen während der beiden Weltkriege Torf gestochen wurde. In kleinen Gruppen hielten die Seniorinnen und Seniorinnen Ausschau nach Kostbarkeiten im Schutz-gebiet, machten sich gegenseitig auf Erspähtes oder Entdecktes wie weisse Wollgräser, rosafarbene Kuckuckslichtnelken, rot blühende Knabenkräuter, gelbe Schwertlilien und gelbblühende Teichrosen bei den Pflanzen, Haubentaucher und andere Wasservögel bei den Tieren aufmerksam. Schmetterlinge, Libellen und Reptilien zeigten sich infolge der fehlenden wärmenden Sonnenstrahlen nur ausnahms-weise und blieben in ihren Verstecken den neugierigen Augen verborgen. Ausgiebigen Gesprächsstoff bildeten dafür gemeinsame Erlebnisse von früheren Exkursionen und Wanderungen. Zwischendurch konnte man den Blick über den See aufs gegenüberliegende Ufer schweifen lassen.

 

 

Nach einer knappen Stunde war die Kirche von Pfäffikon erreicht, wo die versierten Chauffeure Rolf Rhyner von Niederer und Markus Fischli vom gleichnamigen Unternehmen mit ihren Cars auf die Wan-derer warteten. Das blumengeschmückte Restaurant Puurehuus in Wermatswil empfing die siebzig-köpfige Gästeschar, der verdiente Zvieri brauchte nur noch im Saal aufgetragen zu werden. Nach einer guten Stunde wurde zum Aufbruch gemahnt, sodass alle wohlbehalten und zeitig zurück an die Ein-stiegsorte im Glarnerland gebracht werden konnten. Ein herzlicher Dank geht an Elsbeth Bäbler, welche den Ausflug wie immer umsichtig vorbereitet und organisiert hat.

 

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