Glarner Senioren entdecken das Elsass

  

Bei schönstem Spätsommerwetter brachen vierzig rüstige Seniorinnen und Senioren zur traditionellen Ferienwoche auf und statteten dabei dem benachbarten Elsass einen viertätigen Besuch ab. Sie wurden mit vielen unvergesslichen Eindrücken belohnt und konnten die elsässische Lebensart aus erster Hand erfahren und geniessen.

 

Peter E. Züger (Text)

 

Paul Aebli, Elsbeth Bäbler, Peter Gempeerle und Peter E. Züger (Bilder)

 

Die von Elsbeth Bäbler und Beat Anderegg von Tödi Reisen organisierte Fahrt führte zügig über die Grenze bei Basel zum ersten Etappenziel Colmar, der drittgrössten Stadt im Elsass. Auf einer andert-halbstündigen kurzweiligen Führung wurden uns die stattlichen Fachwerkhäuser und die übrigen geschützten historischen Bauten dieser sehenswerten Stadt gezeigt, welche jährlich von weit über zwei Millionen Touristen besucht wird. Besonders malerisch wirkt das als Kleinvenedig bekannte Fischervier-tel an der Lauch, dem kleinen durch die Altstadt fliessenden Fluss, auf dem früher die Bauern und Marktfahrer ihre Erzeugnisse in die Stadt brachten. Das Relais du Ried im unweit gelegenen Dorf Bischofwihr wartete bereits mit seinem grossen entspannenden Garten und freundlich aufmerksamer Bedienung auf die Gäste aus dem Glarnerland.

  

- Warten auf die Führung vor dem Museum Unter Linden

- mit dem kleinen weissen Zug hätte man die Füsse schonen können 

- schnell ausscheren und etwas posten

- in der Gerbergasse und im Fischerviertel dem Kleinvenedig an der Lauch

- Die Fachwerkhäuser werden mit viel Liebe zum Detail unterhalten und gepflegt

 

- Kaspar von Schwändi vor dem Standbild des Barons und Freiherrn Lazarus von Schwendi

 

Am zweiten Tag unternahmen wir eine Pässefahrt über den Col de Bonhomme in die Vogesen an den für die meisten bisher unbekannten kleinen Lac de Gérardmer, über den eine erfrischende Brise strich und wo sich gut der Mittagshalt einlegen liess. Der Rückweg führte über den Col de la Schlucht zurück ins elsässische Münster oder Menschter, wie es die dortigen Leute schreiben und aussprechen, von wo auch die bekannten runden mit einer rotbraunen leicht schmierigen und entsprechend duftenden Rinde bezogenen kleinen Käse stammen. Abends wurde im Hotel eine reichhaltige elsässische Schlachtplatte aufgetischt.

- Rast auf dem Col de Bonhomme

- ein überraschend ergiebiger Cappucino 

- am Lac de Gerardmer

- Zvierihalt in Münster

- das Fest mit Alphornbläsern und Jodlern haben wir verpasst

 

Derart gestärkt konnten wir uns am dritten Tag zur Rundfahrt auf die elsässische Weinstrasse begeben. In den die umgebenden Hügel sattsam bedeckenden Weinbergen war die Lese der später reifenden Gewächse bereits in vollem Gange. Das Städtchen Riquewihr machte uns und anderen Gästen seine Aufwartung und verlockte, in einer der zahlreichen Wystuben einen „Flammechueche“ samt einem dazu passenden kühlen Tropfen zu geniessen. Auf dem weiteren Programm stand am Nachmittag der Besuch von Schloss Hohkönigsburg, einer von den Staufern gegründeten, weit über die Hochrheinebene hinaus ragenden und eine entspechende Rundsicht bietenden stattlichen Burg, welche während des dreissig-jährigen Krieges von den Schweden zerstört und über dreihundert Jahre später zu Beginn des zwanzig-sten Jahrhundert von Kaiser Wilhelm II wiederaufgebaut wurde. 

 

- Riquewihr liegt inmitten von Weinbergen und zieht Störche und Touristen an

- mit etwas Glück liess sich ein ruhiges Plätzchen finden

 

- Von der Hohkönigsburg schweift der Blick weit übers Land hinaus

- aber erst muss man oben sein

- die Burg beherbergt Waffen aus der Zeit des dreissigjährigen Krieges

- Eine stärkende Pause hat man mehr als verdient

- Im Garten von Bischwihr lässt man das am Tag Erlebte nochmals Revue passieren

 

Den Abschluss am vierten und letzten Tag bildeten die Querung des Rheins bei der ehemaligen Festung Breisach und die Fahrt an Freiburg im Breisgau vorbei durchs romantische Höllental hinauf an den Titisee im Schwarzwald. Nach dem Mittagshalt mit Gelegenheit zum Einkaufen der dortigen Spezialitäten fuhr uns der Bus über Waldshut zurück ins Glarnerland, wo wir noch zeitig vor dem später einsetzenden abendlichen Gewitter zufrieden und wohlbehalten eintrafen. Wir freuen uns schon jetzt auf die Ferienwoche im kommenden Jahr, welche derzeit in Planung ist.  

 

- bereit zur Abreise dem Elsass den Rücken kehrend

- friedliche Stimmung am Titisee, bevor ein kurzer Regenguss auf der Weiterfahrt folgte

 

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Möchtest Du Deine eigenen Bilder hier sehen? Dann sende diese uns zu, sodass wir sie in die Galerie aufnehmen können. Mit bestem Dank zum voraus! 

wie zum Beispiel mit Peter Gemperle in Colmar 

 

und in Riquewihr unterwegs