Im Südosten der Türkei - Ruedi Knöpfel bei den Senioren

 

Peter Meier (Text)

Peter Meier und Ruedi Knöpfel (Bilder)

Ruedi Knöpfel mit dem Präsidenten Paul Aebli und Reinhard Schindler aus dem Vorstand

 

Mehr als dreissig Mitglieder des Glarner Seniorenverbandes weilten unlängst im Chilcheträff Ennenda um einen vertiefenden Einblick in den Südosten der Türkei zu erhalten. Ruedi Knöpfel bereiste diese Gegend im Juni 2014 unter Führung eines türkisch – kurdischen Reiseleiters. Landschaften, geschichtliche Zeugen und Kulturelles wurden mit einer Vielzahl aussage-starker Bilder gezeigt. Politische Gegebenheiten fanden begrüssenswert knapp Erwähnung. Die Reise führte in teilweise von Kurden bewohnte Gebiete, die heute nicht besucht werden können. Kriegsgräuel, Zerstörung und politische Gegebenheiten verunmöglichen das Bereisen.

 

Anfänglich führte die Reise an die syrische Grenze. Antike Bauwerke konnten besucht und besichtigt werden. Ruedi Knöpfel gab seine Eindrücke bereitwillig weiter. Er sprach beispielsweise vom Besuch des Euphrat - Stausees, einer Busfahrt durchs Taurusgebirge, Besichtigungen in Kappadokien, einem Abstecher nach Ankara und dem Verweilen an der Grenze zu Armenien, den dominierenden Ararat und den Van-See - dies in unmittelbarer Nähe zu Iran und Irak. 

 

 

Kunstvolles Mosaik aus Zeugma - Steinfiguren auf dem Nemrut

 

Es ergab sich die Gelegenheit, einen grossflächigen Basar mit überreichen Angeboten zu besuchen, Funde aus der römischen Zeit anzugucken und zu erfahren, wie das Wasser des Euphrat genutzt wird. Die Zeugen aus der Antike faszinierten und beeindruckten gleichermassen. Bemerkenswert kunstvoll wurde schon damals gebaut, in Städten die über den weiten flachen Gegenden entstanden. Vor überschwemmungen im Zweistromland waren die Bewohner damit geschützt. Ruedi Knöpfel verstand es bestens, die interessierten Gäste auf diese weite Reise mitzunehmen und dort inne zu halten, wo es besonders attraktiv und interessant war.

 

Viele Bauten zeugen von hohem Kunstsinn. Man staunte über Steinfiguren, die bis acht Meter hoch sind, besah sich eine Felsenkirche und vernahm, wie Häuser mit mehreren Etagen in Felsen eingelassen und unterirdisch miteinander verbunden waren. Ruedi Knöpfel verglich das mit einem raffiniert angelegten Fuchsbau. Einiges wurde für Touristen zugänglich gemacht.

 

Kappadokien machte die Menschen findig: In den weichen Tuff gehauene Wohnungen, welche langsam zerfallen, manchmal schützt ein oben liegender Stein vor der Erosion - Trulli - Stausee am Euphrat 

 

Knöpfel führte seine Zuhörer an den salzhaltigen, riesigen  Van – See, äusserte sich zum ehemaligen Jahrzehnte zurückliegenden Konflikt zwischen Armenien und der Türkei, wies auf Ausgrabungen am Berg Nemrut hin, sachkundig, sich auf Wesentliches stets beschränkend.

  

Man hörte ihm gerne zu und staunte über die Vielzahl der Sehenswürdigkeiten, die besucht werden konnten.

 

Ruine von Ani an der Grenze zu Armenien - der aus der Bibel bekannte Berg Ararat

 

Paul Aebli, Präsident des Glarner Seniorenverbandes, verdankte die willkommenen Äusserungen und wies auf demnächst anstehendes hin: Das Seniorentheater «Dä Revisor» mit der Seniorenbühne Zürich im November und der Jahresschlussabend mit dem musikalischen Auftritt von Marie - Louise Werth und ihren zwei Begleitern im Dezember. Zum Programm fürs kommende Jahr gehören beispielsweise Musik und Erzählungen aus dem Schaffen von Hans Rhyner und Ruedi Hertach, eine Reise nach Albanien mit dem Pfarrehepaar Claire und Alfi Meier, das Begegnen mit dem Ennendaner Geigenbauer Ruedi Isler, eine Halbtageswanderung an den Rotsee, um erste Veranstaltungen zu nennen.